Die meisten Leser und Leserinnen werden die Begrifflichkeit des Tango zuerst mit südamerikanischer Leidenschaft in Verbindung bringen. Dabei muss man vorab schon zwischen dem in Europa standardisierten Gesellschafts- bzw. Turniertanz und dessen ursprünglicher, vom Rio de la Plata in Uruguay und Argentinien stammenden Form, im Allgemeinen als Tango Argentino bezeichnet, unterscheiden. Vermutet wird, dass der „Urtango“ seine Wurzeln in einem afroamerikanischen pantomimischen Kulttanz hat. Der starke Rhythmus und die leidenschaftliche Gestik des Tanzes werden diesem Umstand jedenfalls zugeschrieben.

Doch alles in allem ist der „Tango rioplatense“ ein kulturelles Gemisch aus den Einflüssen der unterschiedlichen Bewegungsrituale und Tänze der multikulturellen Einwanderer in diesem Teil Südamerikas. So finden sich sehr viele spanische und portugiesische, aber auch polnische und sogar deutsche Elemente aus deren Repertoire wieder. Die anfänglich typischen Instrumente für den Tango waren Violine, Gitarre und Flöte, später auch Klavier und Bandoneon. In seinen ersten Atemzügen drückte der Tanz tiefe Not und Einsamkeit der perspektivlosen Hafenstädtler jener Zeit aus. So lassen sich die mitunter sehr leidenschaftlichen Elemente zwischen Lust und Gewalt ebenfalls gut erklären.

Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erhielt der Tanz- und Musikstil seine Salonfähigkeit. Viele namhafte Musiker nahmen sich des ausdrucksstarken Stiles an und sorgten für eine weite Verbreitung der Musik und des Tanzes. Die Erfindung der Schallplatte in dieser Epoche war ebenfalls für die Popularisierung des Tango sehr förderlich. So kam es auch dazu, dass der bereits etwas gezügelte Tango Argentino seinen Weg nach Europa fand. In Paris gründete sich sogar die erste Tangoschule. Als erfolgreicher Modetanz eroberte der Tango damit kurz vor dem ersten Weltkrieg die meisten Bars und Salons von Paris.

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Da von der urkräftigen Form des südamerikanischen Tango nicht mehr allzu viel übrig war, ihn die etablierte Oberschicht jedoch immer noch als zu „wild und anstößig“ empfand, entwickelte sich in Europa eine nach den Etiketten der Höfe ausgerichtete Version des Tanzes. Man sprach fortan vom sogenannten „Internationalen Tango“. So begann dessen Karriere bis hin zu seiner Adelung als Standardtanz der Lateinamerikanischen Tänze. Inzwischen findet auch dieser Standardtanz immer mehr zurück zu seinen feurigen lateinamerikanischen Wurzeln und ist meist der Höhepunkt für viele Tanzturniere. Fast jede Tanzschule hat mindestens eine Form des Tango in ihrem Repertoire.

Nicht nur für Turniertänzer, auch für Laien ist das Celebrieren des Tango mit seinen gegensätzlichen schleichenden und heftigen Bewegungen eine prickelnde Herausforderung. Da wurden beim Üben schon so manche Schuhe leidenschaftlich zertanzt. Eine willkommene Gelegenheit, den geschenkten Mirapodo Gutschein für die Neuausstattung aus einem reichhaltigen Angebot an Tanzschuhen einzulösen. Denn der nächste Tango kommt bestimmt.